Weit weg?

Taifun 'Haiyan' - was kann ich tun?

Laut UNICEF könnten 4 Millionen Kinder von den Auswirkungen des Wirbelsturms betroffen sein.

Arvin Lualhati, ein verzweifelter Familienvater, erzählt von der unsagbaren Zerstörung: „Dort wo mein Haus stand, ist jetzt ein Trümmerhaufen. Dort wo die Schule meiner Kinder stand, liegen nur mehr Steine. Mein Dorf, in dem ich ein Leben lang gewohnt habe, ist verwüstet".

1 Million Menschen sind nach ersten Schätzungen obdachlos, zehntausende Menschen sind gestorben. Es ist die größte Katastrophe, die das Land je heimgesucht hat. Obdachlose Familien suchen Schutz in Baracken, die Infrastruktur ist zusammen gebrochen. Nur wenige Tage wird es dauern, ehe der Hunger um sich greift, weil die Menschen nicht mehr für sich selbst sorgen können.

"Das Trinkwasser ist knapp. Wenn wir heute nicht helfen, brechen morgen erste Krankheiten aus.“
„Es ist ein Wettlauf mit der Zeit“, warnt der Tiroler Caritas Katastrophenhelfer Thomas Preindl. Gemeinsam mit einem Kollegen ist der erfahrene Caritas Mitarbeiter am Montag von Wien aus in die Krisenregion aufgebrochen. Er hat bereits den Opfern des Tsunamis 2004 geholfen. Diese Erfahrung bringt er jetzt mit, um erneut akute Nothilfe zu koordinieren. Sein Appell: „In den Trümmern liegen Leichen. Das Trinkwasser ist knapp. Wenn wir heute nicht helfen, brechen morgen erste Krankheiten aus.“

Wer ist 'Haiyan' und welche Regionen sind am stärksten betroffen?
‚Haiyan‘ ist mit Geschwindigkeiten von über 300 Stundenkilometer vermutlich der stärkste Sturm, der jemals auf Land getroffen ist. Er zog am Freitag, den 8. November, eine Spur der Verwüstung durch die ostphilippinischen Inseln Leyte und Samar. Dabei löste er eine Sturmflut aus, die große Gebiete überschwemmte. In der 220.000-Einwohner-Stadt Tacloban wurden praktisch alle Gebäude zerstört. ‚Haiyan‘ hat mindestens 10.000 Menschen in den Tod gerissen. Tacloban liegt auf der Insel Leyte, genau in der Region, über die das Auge des Taifuns zog. Meterhohe Sturmfluten überschwemmten dort Straßen, berichteten Hilfsorganisationen. ‚Haiyan‘ tobte am Samstag wieder über dem offenen Meer und nimmt Kurs auf Vietnam. In den Provinzen Danang und Quang Ngai sind 100.000 Menschen vorsorglich evakuiert worden, berichteten vietnamesische Medien.

Was benötigen die Menschen auf den Philippinen am Nötigsten?
Es mangelt an Lebensmitteln (Reis, Öl, etc.), Trinkwasser, Zelten für Notunterkünfte sowie an Wassertabletten und medizinischer Versorgung. Die Infrastruktur ist in einigen Regionen komplett zerstört worden.

Was du tun kannst - in der Schule, Nachbarschaft, Pfarre gemeinsam mit deinen FreundInnen, um Menschen im Katastrophenfall sinnvoll zu unterstützen, findest du hier.

Mach was für die Menschen auf den Philippinen!

 

Fotocredit: Francis R. Malasig EPA