Jene Länder, die am wenigsten zum Klimawandel beitragen, sind am meisten davon betroffen – Auf diese unfaire Situation möchte die Kampagne „klima fair bessern“ aufmerksam machen.
Fünf vor 12? – Diese Zeiten sind vorbei. Die ökologische Uhr steht mittlerweile auf fünf nach 12, wie Klimaforscher meinen. Vor allem die Menschen in Entwicklungsländern spüren, was das bedeutet: Dürre, Wirbelstürme und Hochwasser verschärfen ihre Not akut. Damit müssen sie auslöffeln, was wir Industrienationen ihnen eingebrockt haben. Ein anschaulicher Vergleich dazu: Du und ich verursachen jährlich 11 Tonnen CO2 und damit die 110-fache Menge eines Menschen in Äthiopien!
Bleiben wir mal auf dem Boden der Realität: Die Zeiger lassen sich nicht mehr zurückdrehen. Aber jede/r kann einen aktiven Beitrag leisten, damit die Uhr langsamer tickt und sich die Betroffenen für bevorstehende Zeiten wappnen können. Ideen, ein Teil dieses „Uhrwerkes“ zu werden, gibt es viele. Die „klima fair bessern“-Kampagne liefert einige dazu:
- Ich kaufe saisonale, regionale, biologische und fair gehandelte Produkte.
- Ich reduziere meinen Fleischkonsum um mindestens 10%.
- Ich kaufe nur noch Geräte, Maschinen oder Autos mit Energiestandard A.
- Ich lasse Elektrogeräte nicht im Standby-Modus, sondern schalte sie ganz ab.
- Ich spare Wasser und Energie und dusche um eine Minute kürzer.
- Ich drehe meine Heizung um ein Grad zurück und verzichte auf eine Klimaanlage.
- Ich bringe mein Haus oder meine Wohnung auf Niedrigenergie-Standard bzw. ich motiviere meine/n VermieterIn es zu tun.
- Ich fahre mit dem Fahrrad oder mit einem öffentlichen Verkehrsmittel zur Arbeit oder Schule und verzichte auf das Auto.
- Ich reduziere meine Flugkilometer.
- Ich steige auf Ökostrom um und unterstütze damit den Ausbau erneuerbarer Energie.
Übrigens: Im Dezember 2009 treffen sich alle UN-Staaten, um ein globales Klimaabkommen zu verhandeln. Dabei fordert die Kampagne, dass die Industriestaaten bis 2020 ihre schädlichen Emissionen um 40% reduzieren. Außerdem sollen die ärmsten Länder ausreichend finanzielle und technologische Unterstützung bekommen.
Wenn auch dir diese Gedanken auf der Seele brennen, dann lass sie einfach raus, indem du dich auf die Homepage der Kampagne klickst! Dort kannst du eine Petition unterschreiben, die ebendieses Klima der Gerechtigkeit einfordert. Dabei setzt du nicht nur ein Zeichen in deinem Namen, sondern kannst obendrein den Entscheidungsträgern deine Meinung geigen.
Mehr Infos unter:
--> www.klimafairbessern.koo.at
--> Zum Thema "Klimawandel"