Ohne Essen können wir nicht wachsen. Nicht funktionieren. Nicht leben. Jährlich sterben 10 Millionen Menschen an Hunger.
Ein kleiner Junge wühlt in der Mülltonne herum. Er ist ermüdet und abgemagert. Als er ein Stück trockenes Brot findet, steckt er es sofort in den Mund. Es interessiert ihn nicht, dass das Brot schmutzig und verschimmelt ist. Denn er hat Hunger.
Hunger ist die extremste Form der Armut. In einigen Ländern der Welt, hauptsächlich in Afrika und Asien, sind viele Menschen so arm, dass sie sich nicht mal leisten können, eines von den für uns grundlegendsten Bedürfnissen zu erfüllen: zu essen. Über 850 Millionen Menschen weltweit leiden unter akutem Hunger. Und 18.000 Kinder sterben täglich daran. Das ist ein Kind alle fünf Sekunden.
Ursachen der Krise
Eigentlich gäbe es auf der Erde genug Essen, um die ganze Weltbevölkerung ernähren zu können. Aber ungleiche Verteilung und knappe Ressourcen führen dazu, dass während einige Menschen im Überfluss leben, müssen andere verhungern. Ein zusätzliches Problem sind die in letzter Zeit dramatisch gestiegenen Lebensmittelpreise. Am stärksten davon betroffen sind – wie so oft – diejenige, die ohnehin nicht viel haben.
Die Erhöhung der Lebensmittelpreise ist das Ergebnis mehrerer Faktoren. Nahrungsmittelpflanzen wie Mais, Zuckerrohr und Raps werden produziert, um Biosprit herzustellen. Das bedeutet, dass Felder für den Anbau von Energiepflanzen benutzt werden und nicht für die Produktion von Lebensmitteln. Folglich stehen nicht nur weniger Nahrungsmittelpflanzen für die Menschen als Lebensmittel zur Verfügung, sondern es gibt auch weniger Fläche, um sie anzubauen. Dürre und andere Naturkatastrophen als Folge des Klimawandels tragen auch zur Verschlimmerung der Situation bei.
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